Guggalla
40 Johr, das chund eus spanisch vor!
Die
erste Guggenmusik von Steinhausen feiert an der Fasnacht 2012 ihr
40-Jahr-Jubiläum.
Angefangen hat alles mit ein paar jungen, mehr oder weniger hübschen,
aber vor allem aufgestellten Fasnächtlern, die sich anfangs der
70er-Jahre aus der Musikgesellschaft Steinhausen und dem legendären
Pius-Bucher-Sextett formierten. In den ersten Jahren trug man ein
einfaches Gwändli. Erst 1975 wurde der Name Guggalla an einem denkwürdigen
Abend bestimmt und hat bis heute alle Stürme überstanden.
Seit 1972 macht die Guggalla jedes Jahr am Umzug in Steinhausen mit. Der
Schmutzige Donnerstag, der Freitag und der Dienstag sind stets Heimspiele,
wo die Guggalla in den Beizen für Stimmung und Abwechslung sorgt.
Traditionell wird immer an einem dieser Abende das Spiegeleier-Essen
zelebriert. In der 'Linde' werden die grössten Pfannen mit bis zu 40
Spiegeleiern gefüllt. Gegessen wird mit Gabel und Brot, was immer wieder
zu verbrannten Gaumen und verkleckerten Tischen führt.
Es gibt kaum einen Kanton in der Schweiz, wo die Guggaller nicht schon
ihre Umzugskilometer gelaufen sind, so zum Beispiel in Bellinzona,
Rheinfelden, Tremona, Olten, Romont, Einsiedeln etc. Selbst ins Ausland
verschlug es uns schon ein paar Mal, letztmals nach Bruchsal(D).
1982 wurde in unserem damaligen Stammlokal der bestens bekannten 'Höfi-Bar'
(heutiges Szenario) das 10-Jahr-Jubiläum gefeiert. Das 20-Jahr-Jubiläum,
zusammen mit den Chrottegässlern, sorgte unter dem Namen Chrottgalla für
Furore und Stimmung in Steinhausen. Mit dem sensationellen JUBI-Gefährt
konnten wir an den Umzügen auf das gewöhnliche Volk herabsehen. Das
25-Jahr-Jubiläum wurde als Hühnertruppe, mit Wagen und Anhänger für
das Hühnervolk sowie T-Shirts mit dem sinnigen Spruch 'Mir hüenered scho
sit 25 Johr ume', gefeiert. Im Jahr 2002 feierte die Guggalla das
30-Jahr-Jubiläum mit 'Füür und Flamme'. Jüngere Mitglieder haben uns
dabei tatkräftig unterstützt und die etwas geschrumpfte Mannschaft verstärkt.
Die Idee eines Barwagens wurde von den Jungen aufgegriffen und von allen
umgesetzt. Die letzten 10 Jahre sind - Gott sei Dank - nicht mehr so wild
wie früher verlaufen. Die Dirigenten haben gewechselt und frischen Wind
gebracht. Der Vorstand wird von ausschliesslicher Frauenpower beherrscht.
Frauenpower hat auch die Direktion der Guggalla erobert, die Dirigentin
hat die Truppe seit einigen Jahren fest im Griff und führt die Guggalla
zu musikalischen Höhenflügen mit mehrstimmigen Stücken. Dazu wird im
Vorfeld neben den Proben am Sonntagabend, sogar ein Probe-Wochenende im
Gottschalkenberg genutzt.
Da die Fasnacht leider nicht das ganze Jahr dauert, finden sich die
Guggaller zu regelmässigen Festen zusammen, so an Pfingsten bei Emil in
der Baumschule zum Weiherfest, Wandern im September, Töfftouren,
Jassen-Cheglen-Lismen im Oktober und zu den berühmt berüchtigten
Generalversammlungen und Samichlausabenden (ein Mal mit Ängeli anstelle
von Schmutzlis, ein anderes Mal ein Schmutzli mit 7 Chläusen oder mit
Einachser statt Esel, selbst ein Sami-Haase hat uns schon besucht).
Zuschauer äussern sich immer wieder bewundernd über die schönen und
farbenfrohen Gwändli der Guggalla, die die Mitglieder selber oder deren
Partnerinnen oder Bekannte mit viel Liebe und Freude an einem gemeinsamen
Weekend im Chilematt nähen. Denn ohne fasnächtliches Gwändli ist
Fasnacht nur halb so schön.
Das Feuer lodert auch heute noch und wird uns bis ans Lebensende nicht
mehr loslassen. Mit dem bevorstehenden 40-Jahr-Jubiläum wollen wir unser
Feuer stärken, damit die Fasnacht noch lange leben möge.
Ein ganz spezielles Ereignis an der Fasnacht 2012 wird unser 40-Jahr-Jubiläum
als das grösste, interessanteste und denkwürdigste in die Annalen
eingehen. Wir fühlen uns geehrt und sind stolz darauf, dass unser langjähriges
Guggalla-Mitglied - Peter Bisig - als Steivater
'Don Pedro I' amtiert und dem Guggalla-Jubiläum damit die Krone
aufsetzt.
Wir hoffen auf das fasnächtliche Mitmachen der ganzen Steinhauser Bevölkerung
und freuen uns jetzt schon riesig auf eine Super-Fasnacht.